Sozialladen des Roten Kreuzes in Differdingen eröffnet

Am Montag, dem 7. Dezember 2009 hat die „Epicerie sociale“ auf Nummer 16 in der Differdinger Grande-rue ihre Eröffnung gefeiert. Nach Esch konnte somit dank der Zusammenarbeit zwischen der Croix-Rouge, Caritas und der Gemeinde Differdingen ein weiterer Sozialladen in Betrieb genommen werden. Filip Dos Santos Nieto vom Roten Kreuz und zwölf Freiwillige werden sich um den Laden kümmern.
Erny Gillen, Exekutivpräsident der Caritas, erklärte im Rahmen der feierlichen Eröffnung, was man sich unter diesem Projekt vorzustellen hat. Es sei schon erstaunlich, wie schnell man hauptsächlich durch Schulden in eine Lage hineingerate, bei der sogar das absolut Lebensnotwendige nicht mehr erschwinglich ist. Alle Menschen hätten jedoch ein Recht auf Ernährung und daher eben dieser Laden. Die Kunden erhalten hier Lebensmittel und Hygieneartikel zu einem Drittel des üblichen Preises. Die Asbl. „Spëndchen“ kümmert sich als gemeinsames Einkaufszentrum um die Beschaffung der Waren und etliche Großkaufhäuser haben sich bereit erklärt, bei diesem Projekt mit zu machen. Erny Gillen lobte in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit zwischen dem Roten Kreuz und der Caritas.
Marc Crochet von der „Croix-Rouge“ betonte, dass der neue „Buttek“ weder ein Wundermittel gegen Armut noch eine Almosenstelle sei. Hier solle ausschließlich denen geholfen werden, die kurzfristig in eine missliche Lage geraten sind, ganz im Gedanken einer kurzfristigen Nachbarschaftshilfe.
Der Laden hat seit Dienstag, dem 8. Dezember 2009, geöffnet. In Esch habe man seit der Eröffnung der ersten „Epicerie sociale“ festgestellt, dass die Kunden hauptsächlich Hygieneartikel kaufen, welche durchwegs teuer sind.
Bürgermeister Claude Meisch freute sich darüber, dass die Gemeinde, die das Lokal zur Verfügung gestellt hat, ihre Idee einer Lernküche mit einbringen konnte. Kunden und auch anderen Interessierten soll hier gezeigt werden, wie man für wenig Geld ein vollwertiges Essen zubereiten kann.
Die Ministerin Marie-Josée Jacobs beglückwünschte abschlieβend alle Beteiligten zu ihrer Arbeit. Im Land soll in den kommenden Jahren ein regelrechtes Netz von „Epiceries sociales“ entstehen. Inzwischen habe auch der Handel feststellen können, dass diese neue Einrichtung keinesfalls eine Konkurrenz darstelle.

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